Halloween? Halloween!

Halloween - Hochsaison für Hexen, Mumien, Vampire, Werwölfe, Psychos und Monster!

In der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November ist es soweit: dann steht die Nacht der Nächte ganz im Zeichen von Halloween, was mittlerweile auch im deutschen Raum immer ausgiebiger zelebriert wird. Vor allem in den USA genießt die Nacht der ausgefallenen Verkleidungen eine nahezu unerreichte Popularität, dabei sind die Wurzeln des Brauchs viel eher in Irland zu finden. Die irischen Einwanderer waren damals auch dafür verantwortlich, den Grundstein für Halloween in den USA zu legen.

Gemälde von Daniel Maclise - inspiriert von einer Halloween Party
Gemälde von Daniel Maclise - inspiriert von einer Halloween Party

Die uralten Bräuche hinter den Verkleidungen

Noch vor zahlreichen Jahrhunderten nahm man vor allem im stark katholisch geprägten irischen Raum an, die Nacht des 31. Oktobers würde Geister, Hexen und anderes Übel auf die Erde bringen. Damals markierte die Nacht im keltischen Kalender die letzte des Jahres, in der angeblich alle Verstorbenen für einige Stunden zurück auf der Erde wandeln können. Aus dem Brauch diese aktiv zu vertreiben, entstand schließlich mehrere hunderte Jahre später das heutige Halloween – mitsamt einigen Abwandlungen. Eine weitere Verzweigung findet sich in Mexiko, dem sogenannten „Dia de Muertos“ oder schlicht „Tag der Toten“. Das Fest ist hier etwas ausgedehnter angelegt und reicht von Mitte Oktober bis zum 2. November, der Gedanke ist aber eng mit dem des Halloweens verwebt.

Heutiger Stand als Volksfest

Während das Fest in den Vereinigten Staaten längst Kult ist, konnte es Deutschland so richtig erst im vergangenen Jahrzehnt erreichen. Mittlerweile zeigen sich vor allem junge Leute sehr offen gegenüber den Verkleidungen und Feierlichkeiten, Kinder gehen am Vorabend auf „Süßes oder Saures“ Tour und zahlreiche Veranstalter nutzen Halloween als Anker für besondere Partys und Events. Der ursprünglich religiös und mystisch geprägte Gedanke wird dabei kaum aufgegriffen. Im Vordergrund steht hier tatsächlich der Spaß an der Verkleidung, zumal anders als beim Karneval eher gruselige Kostüme aufgegriffen werden. Unter dem Motto „je gruseliger, desto besser“ verkleiden sich unzählige Deutsche und Dresdner in möglichst abgefahrenen Kostümen. Ob als halb angefressener Zombie, Massenmörder oder sexy, blutüberströmte Krankenschwester – an Halloween darf man auch in Dresden einmal seine krassesten Fantasien optisch in Szene setzen.

Halloween Party in Dresden
Halloween Party in Dresden

Feiern und verkleiden in Dresden

Als eine der Top-Großstädte in der Bundesrepublik, bietet auch Dresden Halloweenbegeisterten viele Möglichkeiten, um die gruseligste Nacht des Jahres gebührend zu feiern. Home-Partys mit Verkleidungspflicht und ausgeschmücktem Wohnzimmer sind eine Möglichkeit, der Ball-Bizarr als größte Halloween Party Dresdens eine andere. Das Kraftwerk Mitte lädt Hexen, Zombies, Monster und Co ein, um in gruseliger Atmosphäre zusammen mit Freunden die Nacht in den 1. November zu feiern. Wenn Dresdens angesagteste Party-Location ihre Tore öffnet, wird das garantiert ein Spektakel für Augen und Ohren. Sets von angesagten lokalen und überregionalen DJs treffen auf spektakuläre Entertainment-Shows und kühle Getränke, mit denen zumindest für eine Nacht die Geister des Alltags vertrieben werden können.

Am Vortag gibt es in Deutschland natürlich auch einiges zu bestaunen. Viele Ladengeschäfte entscheiden sich anlässlich Halloweens für eine entsprechende Grusel-Dekoration, bieten Sonderangebote tief aus der Gruft an oder veranstalten selber spezielle Events. Bei einem kurzen Gang durch die Innenstadt von Dresden und die Neustadt wird schnell deutlich, dass Deutschland und Sachsens Landeshauptstadt offen für die düsterste Nacht des Jahres sind – und diese in bester Gewohnheit feiern möchten. Ein Ende ist längst nicht in Sicht, denn Halloween ist in Deutschland gerade erst einmal aus den Kinderschuhen heraus gewachsen. Orientiert man sich an den USA, wird der altertümliche Brauch mit Verkleidungsspektakel künftig nur noch stärker gefeiert werden.